Chris Köver

Talk

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  • Mo 29.06. · 16:30
    salon de baile

Über

Seit Collien Fernandes ihren Fall öffentlich gemacht hat, spricht ganz Deutschland über digitale Gewalt. Dabei ist das Problem nicht neu, auch die sexualisierten Deepfakes und Fake-Accounts von Fernandes waren seit Jahren bekannt. Solches Material zu erstellen, ist in den vergangenen Jahren besonders leicht geworden. Ein Bild von Instagram oder ein paar Zeilen Prompt reichen dafür aus. Ebenso einfach ist es, mit Hilfe von digitalen Mitteln andere zu verfolgen und auszuspähen. Die Täter*innen sind technisch im Vorteil - auch dank Tech-Unternehmen, die entweder ganz bewusst diesen Markt bedienen oder zumindest in Kauf nehmen, dass ihre Produkte für solche Gewalt eingesetzt werden. Im Talk geht es um digitale Gewalt. Chris Köver recherchiert für netzpolitik.org seit Jahren zu diesem Thema: Was ist das? Wer übt sie aus? Wen trifft sie besonders häufig und heftig? Warum sprechen wir überhaupt von Gewalt, wenn Menschen ohne Einverständnis solche Bilder erstellen - egal, ob es sich dabei um Deepfakes oder heimliche Aufnahmen handelt? Mit dem schönen Leben hat das wenig zu tun. Patriarchale Gewalt sorgt dafür, dass vor allem Frauen und queere Menschen in Angst leben. Deswegen soll es in diesem Vortrag auch weniger darum gehen, was Betroffene tun können, um sich zu schützen. Sondern um die Frage, wie wir zu einer gesellschaftlichen Veränderung kommen, die sich nicht nur im Strafrecht ausdrückt.