River Roux

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  • Di 30.06. · 21:20
    Karl kutter
  • So 28.06. · 01:30
    panne eichel

Über

«JUICE» konfrontiert die Kategorisierung androgyner, unlesbarer und ungehorsamer Körper. 1820 begann für die neunzehnjährige Mademoiselle Lefort mit einer Ausstellung ihre internationale Karriere. Sie wurde als «unwiderstehliche Attraktion und vollkommene Vermischung der Geschlechter» der Öffentlichkeit präsentiert. Was Lefort damals empfand, ist unbekannt. Wie ihr Körper von Ärzten untersucht und betrachtet wurde, ist akribisch dokumentiert. Bis heute erklärt die Medizin inter* Personen zum biologischen Phänomen und zugleich zur anatomischen Unmöglichkeit. Gutachten um Gutachten wird ihre Existenz seziert, untersucht, bewertet und schliesslich verunmöglicht. In der Performance «JUICE» begibt sich River Roux in einen durchsichtigen Raum. Ob Museum, Stripclub oder Observatorium, die Blicke, die auf sie gerichtet sind, oszillieren zwischen Begierde und Ekel, zwischen Attraktion und Scham. Roux untersucht die Faszination mit Körpern im Dazwischen: Welcher Körper wird als «natürlich», welcher als aufbegehrend wahrgenommen? Und wer darf jenseits von Fetisch existieren? (Dauer 80min) Performance in englischer Sprache. „Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie den Kultur – und Kunstministerien der Länder . “ River Roux ist Performance¬künstlerin und Theater¬schaffende. Bis vor Kurzem war sie in Lola Arias’ »Happy Nights« zu sehen, entstanden am Theater Bremen. River Roux studierte Fotografie an der University of Brighton in England. Von 2021 bis 2023 war River Teil des Berlin Strippers Collective. In dieser Zeit entstand »Merry Stripmas (It Only Takes One)« für die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, sowie zahlreiche feministische Interventionen und Nightlife Performances u.a für den Tag der Clubkultur und WHOLE Festival. Aktuell spielt River in »A Stripper‘s Closet« am Theaterschiff Heilbronn. River arbeitete in über zehn Berufen, war Stripperin und Tischlerin und adressiert in ihren Arbeiten die Zusammen¬hänge von Arbeit, Care, Gender und Sex. In der Spielzeit 2024/25 wird sie »Juice« am Theaterschiff Heilbronn und der Volksbühne in Berlin zeigen. Zukünftig wird River im MA DAS Theatre an der Amsterdam University of the Arts studieren. Eine Koproduktion vom Theaterschiff Heilbronn, Tacheles und Tarantismus und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Das Projekt wird ermöglicht durch die Baden-Württemberg Stiftung und die Projektförderung des Landesverbands Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg (LaFT BW) e.V. Der LaFT BW e.V. wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

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